Brot mit Sauerteig – Ist das gesund?

Brot mit Sauerteig

Wer sich etwas mehr Abwechslung für den Frühstückstisch oder auch für das Abendbrot wünscht, der mag auf der Suche nach unterschiedlichen Brotideen auch über Brot mit Sauerteig nachdenken. Sauerteig Brot muss nicht unbedingt Sauer schmecken. Manche Genießer beschreiben einen Geschmack, der dem des Apfels ähnlich ist. Der Geruch erinnert an Hefe oder an Bier. Nein, Brot mit Sauerteig muss nicht jedermanns Geschmack sein. Aber wenn es mundet, dann ist das sicherlich eine Bereicherung für jeden Frühstückstisch. Es müssen schließlich nicht immer nur belegte Brötchen sein.

 

So wird der Sauerteig sauer

 

Während des Fermentationsprozesses entstehen durch die Wechselwirkung von Sauerteighefen, Enzymen und Milchsäurebakterien auf natürliche Weise die essenziellen Bestandteile des Brotteigs. Die Milchsäure- und Essigsäurebakterien nutzen die Kohlenhydrate im Teig als Nahrungsquelle, verstoffwechseln sie und erzeugen dabei Säure. Obwohl die Hefen im Sauerteig nicht direkt zur Säuerung des Teigs beitragen, spielen sie eine entscheidende Rolle bei dessen Lockerung. Durch die Vergärung der Stärke produzieren die Hefen Kohlendioxid, was sich in der charakteristischen Bläschenbildung im Teig manifestiert. Das Fehlen von Hefen würde dazu führen, dass keine Bläschen entstehen und der Sauerteig unbrauchbar wäre. Der Teig würde nicht aufgehen und beim Backen lediglich einen kompakten Klumpen bilden.

 

 

Vorteile von Brot mit Sauerteig

 

Durch die Verwendung von Sauerteig wird die Aufnahme der im Mehl enthaltenen Nährstoffe im Körper erleichtert. Viele Mehlsorten enthalten natürlicherweise Phytate, Verbindungen, die Mineralien binden und deren Absorption durch den Körper erschweren. Die Milchsäurebakterien im Sauerteig neutralisieren jedoch diese Phytate, wodurch der Weg für eine reibungslose Aufnahme von Kalzium, Eisen, Magnesium und Zink im Körper geebnet wird.

 

Sauerteigbrot und die Ernährung

 

Ähnlich wie bei anderen Brotsorten sind auch in Sauerteigbrot von Natur aus viele Kohlenhydrate enthalten. Das genaue Nährwertprofil eines Sauerteigbrotes hängt, wie bei anderen Broten, von der Art des verwendeten Mehls ab. Wenn beispielsweise Vollkornmehl für dein Sauerteigbrot verwendet wird, bietet es eine reichhaltige Quelle an Ballaststoffen sowie an Kalzium, Eisen, Magnesium, Mangan, Kalium, Phosphor, Selen, Zink, B-Vitaminen, Vitamin C und E. Darüber hinaus enthält es essenzielle Aminosäuren und Antioxidantien. Die langsame Gärung des Sauerteigs in Kombination mit den Milchsäurebakterien verbessert die Bioverfügbarkeit dieser wichtigen Nährstoffe im Vergleich zu anderen Brotsorten, wodurch der Körper mehr von ihnen aufnehmen kann.

 

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Brot mit Sauerteig zum Abnehmen

 

Vollkornsauerteigbrot weist einen höheren Nährstoffgehalt auf im Vergleich zu Brot aus raffiniertem Mehl, das arm an Ballaststoffen ist. Durch den langsamen Fermentationsprozess enthält es zudem einen erhöhten Anteil an Ballaststoffen und resistenter Stärke. Diese werden im Körper langsamer verdaut und sorgen für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl. Der Verzehr von Vollkornsauerteigbrot kann somit dazu beitragen, übermäßiges Essen zu verhindern und auf natürliche Weise die Kalorienzufuhr zu reduzieren.

 

Brot mit Sauerteig und der Blutzucker

 

Forschungsergebnisse belegen, dass der Verzehr von Sauerteigbrot zu einer flacheren Blutzuckerkurve führt. Dies impliziert, dass der Anstieg und Abfall des Blutzuckerspiegels langsamer erfolgen. Dieser Effekt ist besonders bedeutend für Menschen mit Diabetes, da er ein wesentlicher Bestandteil ihrer Ernährungstherapie ist. Darüber hinaus kann Sauerteigbrot auch als unterstützende Alternative in der Prävention von Diabetes dienen.

 

Inhaltsstoffe des Sauerteigs

 

Die Vitamine B1, B2 und B6 spielen eine regulierende Rolle im Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten, und sie sind entscheidend für die Funktion von Nerven, Gehirn und Muskeln. Insbesondere Vitamin B6 ist für das Wachstum unerlässlich und trägt zur Funktionsfähigkeit von Herz, Gehirn und Leber bei. Folsäure ist für die Bildung und das Wachstum von Blutkörperchen und DNA von Bedeutung, insbesondere in der Schwangerschaft und während der Stillzeit, da sie zur gesunden Entwicklung des Fötus beiträgt. Vitamin E steht als leistungsstarkes Antioxidans bekannt und unterstützt den Schutz der Zellen vor freien Radikalen, die bei natürlichen Stoffwechselprozessen sowie durch Exposition gegenüber Zigarettenrauch oder UV-Strahlung entstehen. Die Hauptaufgabe von Eisen besteht darin, Sauerstoff über die Blutbahn zu den Zellen zu transportieren, was für die Aufrechterhaltung der Zellfunktionen unerlässlich ist. Brot und Getreide, ebenso wie tierische Lebensmittel wie Fleisch und Innereien, enthalten hohe Mengen an Eisen. Sauerteig liefert auch Phosphor, der am Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten beteiligt ist und als Energiequelle dient. Des Weiteren ist Phosphor ein wesentlicher Bestandteil von DNA, Knochen und Zähnen und fungiert im Blut als Regulator für den Säure-Basen-Haushalt.

 

 

Brot mit Sauerteig selber backen

 

 

Etwas Zeit müssen Sie schon in ein gutes Sauerteigbrot investieren. Bevor das Brot gebacken wird, sollte der Teig über mehrere Tage vorbereitet werden: Geben Sie 3 EL Mehl in das Glas und verrühren Sie es mit 3 EL lauwarmem (27 °C) Wasser, um einen leichten Teig zu erhalten, der leicht vom Löffel läuft. Sollte der Teig zu flüssig sein, fügen Sie etwas Mehl hinzu; falls er zu zäh ist, geben Sie etwas Wasser hinzu (hier dürfen Sie ruhig flexibel sein). Stellen Sie das Glas dann an einen dunklen Ort in Ihrer Küche, legen Sie den Deckel leicht auf und lassen Sie es für 3 Tage (72 Std.) ruhen. Am vierten Tag geben Sie 3 Esslöffel Wasser dazu, am fünften Tag 100 Gramm Mehl und 100 Milliliter lauwarmes Wasser. Am sechsten Tag beginnt das Backen: Lösen Sie 200 g des Sauerteigansatzes in einer Schüssel mit 600 ml lauwarmem Wasser (27 °C) auf. Heben Sie das Mehl und das Salz darunter und kneten Sie den Teig mit den Händen 3 – 5 Minuten, bzw. falten Sie ihn (Roggenteig erfordert nicht allzu langes Kneten).

 

Decken Sie die Schüssel mit einem Tuch ab und lassen Sie den Teig bei Zimmertemperatur 4 Stunden ruhen, bis sein Volumen sich verdoppelt hat. Halbieren Sie dann den Teig, formen Sie auf einer bemehlten Arbeitsfläche Brotlaibe und lassen Sie sie weitere 20 Minuten gehen. In der Zwischenzeit heizen Sie den Ofen auf 240 °C Ober-/Unterhitze vor, stellen ein mit Backpapier bestücktes Backblech bereit und platzieren eine mit Wasser gefüllte, feuerfeste Schüssel ganz unten im Ofen. Schieben Sie die Brotlaibe nach der Gehzeit in den Ofen und backen Sie sie 30 Minuten lang. Reduzieren Sie dann die Hitze auf 150 °C und backen Sie weitere 30 Minuten. Prüfen Sie die Fertigstellung durch einen Klopftest am Brotboden: Ein hohler Klang deutet auf die Fertigstellung hin. Nehmen Sie das Sauerteigbrot aus dem Ofen und lassen Sie es gut auskühlen.

 

Mehr als nur Brot mit Sauerteig

 

Bei der Dorfbäckerei Ackermann erwartet Sie im Onlineshop oder auch als Ihr Bäcker in der Nähe eine vielseitige Palette an unterschiedlichen Brotsorten, vom Emmerbrot bis zum Kornbrot 1930, vom Roggenvollkornbrot bis zum gesunden Dinkelvollkornbrot.

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