Brotkauf: Geschnitten oder am Stück?

Brotkauf geschnitten

Diese Frage hören wir an der Wursttheke, aber auch gleichermaßen in der Bäckerei oder an der Verkaufstheke des Backshops: „Geschnitten oder am Stück?“ Lassen wir die Wurst eine Wurst sein und konzentrieren uns auf den Brotkauf. Was ist besser? Geschnitten Brot oder der Laib Brot in seiner ursprünglichen Form?

 

Brotkauf fertig geschnitten

 

Warum das Brot selbst schneiden, wenn die Kollegen von der Bäckerei diese Aufgabe so gerne (und meistens auch ohne Aufpreis) übernehmen? Vielleicht steht überhaupt keine Brotschneidemaschine in meiner Küche. Und wenn ich dann anfange, mit einem großen Messer das Brot zu portieren, dann sieht das nach der dritten Scheibe krumm und schief aus. Ja, das sind dann gar keine richtigen Scheiben mehr.

 

Wenn sich die Frage gar nicht stellt…

 

Kennen Sie auch das Industriebrot, das fertig abgepackt in Klarsichtfolie im Regal des Supermarkts steht. Einfach zugreifen und wir sparen uns auch noch den Dialog mit der freundlichen Frau (oder dem freundlichen Mann) an der Brottheke. Dieses Brot ist meistens schon in passende Scheiben geschnitten. Einfacher geht es kaum. Und der Geschmack? Nun ja, Geschmack ist immer… eben Geschmackssache. Industriebrot schmeckt wie Industriebrot und wer sich daran gewöhnt hat, der mag damit gut klarkommen.

Brotkauf am Stück

 

Wohl dem, der eine Brotschneidemaschine im Haus hat. Eigentlich gar keine so große Investition. Verzichten Sie für drei Monate auf den Streamingdienst (lesen Sie stattdessen ein paar gute Bücher) und schon haben Sie das Geld für den Brotschneider in der Tasche. Und dann schneiden Sie sich jeweils eine Scheibe vom Brot-Laib ab, wenn Sie diese brauchen. Aber warum? Werden Sie jetzt vielleicht fragen. Oh ja, es hat viele Vorteile, das Brot ungeschnitten zu lagern.

 

Ungeschnittenes Brot

 

Da haben wir zunächst einmal die längere Haltbarkeit. Ist die Kruste intakt, dann trocknet das Brot nicht so schnell aus. Außerdem ist es besser vor Sauerstoff geschützt. Der Geschmack des Brotes liegt übrigens vor allem in der Kruste. Ist diese intakt, dann bleibt auch der Geschmack länger erhalten. Geschnittenes Brot leidet auch schneller unter Schimmelbefall. Keime können sich hervorragend auf die große Schnittfläche setzen und das bei jeder Scheibe neu. Und dann noch ein Vorteil: Sie können sich das Brot so zurechtschneiden, wie Sie es mögen. Vielleicht beißen Sie gerne in eine kräftige Scheibe? Ober Sie schneiden das Brot ganz zierlich zurecht? Vielleicht auch eine Strategie der Mäßigung?

 

Brotkauf in Plastikfolie

 

Geschnittenes Brot wird meistens in einer Klarsicht-Plastikfolie verkauft, ungeschnittenes Brot in einer Papiertüte. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, warum das so ist? Die Plastikfolie beim geschnittenen Brot ist der beste Schutz gegen die Austrocknung. Ohne die Folie wäre das Brot schon nach zwei Tagen steinhart. Das zuvor angesprochene Industriebrot lagert oft tagelang im Regal. Die Plastikfolie (oft in Kombination mit Konservierungsstoffen) sorgt dafür, dass das Brot überhaupt noch verkauft werden kann.

 

Sehenswert: Kennen Sie bereits den schönen Bericht aus dem ARD-Morgenmagazin über unsere Seniorchefs?

Brotkauf in Papiertüte

 

Ein ungeschnittener Laib Brot kann in einer Papiertüte hervorragend atmen. Das Brot gibt auch nach dem Backen noch Feuchtigkeit ab. Das gelingt in einer Plastikfolie nicht. Die Kruste würde aufweichen, am Ende fühlte sie sich wie Gummi an. Papier hingegen ist atmungsaktiv. Eine Plastikfolie wäre beim kompletten Brotlaib auch ein hervorragender Nährboden für Schimmelbefall. Dazu kommt: Die Kruste schützt das Brot gegen das Austrocknen, eine Plastikfolie ist in diesem Fall nicht sinnvoll, ja eher kontraproduktiv.

 

Wann ist der Brotkasten sinnvoll?

 

Der Brotkasten (vor allem wenn er aus Holz ist) wirkt wie eine kleine Klimaanlage auf das ungeschnittene Brot. Wird die Umgebungsluft zu trocken, gibt der Kasten wieder die benötigte Feuchtigkeit an das Brot zurück. Außerdem dient der Brotkasten als Schutz vor Zugluft. Da sich kein Kondenswasser staut, bleibt die Kruste tagelang gut erhalten. Allerdings: Für das geschnittene Brot in der Plastikfolie hat die Lagerung im Brotkasten überhaupt keinen Sinn. Denn aus der Plastikfolie kann keine Feuchtigkeit entweichen. Die Feuchtigkeit kommt gar nicht so weit in den Brotkasten, dass dieser irgendetwas regulieren könnte. Wenn sie geschnittenes Brot im Brotkasten lagern möchten, dann ist vorher ein Umzug in eine Papiertüte sinnvoll.

 

Die Tiefkühltruhe als Alternative

 

Möchten Sie geschnittenes Brot mehr als nur ein paar Tage lang frisch halten, dann ist das eine Aufgabe für die Tiefkühltruhe (oder das Gefrierfach im Kühlschrank). Auf jeden Fall eine bessere Alternative als eine Plastiktüte im Brotkasten. Am besten frieren Sie das geschnitten Brot direkt nach dem Kauf ein, wenn Sie wissen, dass Sie es erst in einigen Tagen konsumieren werden.

 

 

Besonders lange haltbar: Das halbgebackene Brot

 

In der richtigen Verpackung (möglichst sauerstoffarm) bleibt halbgebackenes Brot besonders lange haltbar. Sobald das Brot allerdings aus der Schutzverpackung entfernt wird, beginnt es (wie jedes andere Brot auch) zu altern. Am besten backen Sie das Brot innerhalb dann von 1-2 Tagen zu Ende. Halbgebackene Ware ist natürlich perfekt, wenn es darum geht, Brot per Lieferservice zu versenden.

 

Brotkauf online

 

Was ist eigentlich ein Online-Brot? Sicherlich keine Pixelgrafik, mit der Sie Ihr virtuelles Haustier füttern. Nein, wir sprechen von realem Brot, das Sie einfach per Onlineshop bestellen und dann per Lieferservice an die Haustür geliefert bekommen. Bei der Dorfbäckerei Ackermann werden Brot und Brötchen immer im halbgebackenen Zustand geliefert. Das letzte Stück der Arbeit macht dann Ihr Backofen. Ihr Vorteil: Das Brot kommt dann besonders frisch und knusprig (und warm, wenn Sie es mögen) auf den Frühstückstisch. Egal, ob Emmerbrot, Dinkel-Karottenbrot oder Kornbrot: Das ist eine gute Lösung für den Brorversand.

 

Noch eine Anmerkung: Das Brot aus dem Hause Ackermann spielt natürlich in einer ganz anderen Liga als das oben beschriebene Industriebrot. Hier wird handwerklich gebacken nach alten Familienrezepten. Testen Sie den Unterschied am besten noch heute und werden Sie zum Brot-Gourmet.

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