Do-it-yourself Fruchtaufstrich

DIY Fruchtaufstrich

In vielen Familien beginnt der Tag süß. Mit einem Fruchtaufstrich. Fruchtaufstrich im weiteren Sinne, das kann Schokopaste bedeuten oder auch die Erdnussbutter, die schon lange nicht mehr nur als amerikanische Eigenart gilt. Und dann gibt es eben noch die Marmelade bzw. Konfitüre. Die Begriffe Marmelade, Konfitüre und Fruchtaufstrich werden manchmal synonym verwendet. Wir können das aber auch differenzieren.

 

Warum ist die Erdbeerkonfitüre keine Marmelade?

 

Erdbeermarmelade, das ist doch der Klassiker unter den Marmeladen. Umgangssprachlich vielleicht, aber rechtlich gesehen nicht. Die EU legt fest, dass eine Marmelade nur aus Zitrusfrüchten hergestellt werden kann. Das können also Orangen, Zitronen oder auch Mandarinen sein. So gesehen ist die sogenannte „Erdbeermarmelade“ eigentlich eine Erdbeerkonfitüre. Genau die die Aprikosenkonfitüre oder die Himbeerkonfitüre.

 

Was ist dann ein Fruchtaufstrich?

 

Für den Begriff „Fruchtaufstrich“ gibt es keine gesetzliche Vorgabe. Die Hersteller sind bei der Auswahl der Zutaten relativ frei. Oft ist der Fruchtanteil höher als bei der typischen Marmelade oder der Konfitüre. In diesem Fall kommt dann auch weniger Zucker zum Einsatz. Als Alternative Süßungsmittel ist etwa auch Apfelsaftkonzentrat sehr beliebt. Schon seltsam: Weniger gesetzliche Vorgaben führen beim Fruchtaufstrich oft zum qualitativ hochwertigeren Produkt.

 

 

 

Warum Fruchtaufstrich selbst machen?

 

Selbst gemachter Fruchtaufstrich hat einen großen Vorteil. Du entscheidest, was hineinkommt. Das beginnt bei der Auswahl der Früchte und hört beim Zucker noch lange nicht auf. Wer mag, kann die Süße reduzieren oder mit Gewürzen und Kräutern experimentieren. Im Supermarkt findet man zwar eine riesige Auswahl, aber viele Sorten schmecken am Ende doch ziemlich ähnlich. Zu Hause sieht das anders aus. Reife Erdbeeren aus dem Garten, aromatische Aprikosen vom Markt oder ein Korb voller Brombeeren aus dem Wald bringen einfach mehr Geschmack ins Glas. Und ganz ehrlich, es macht auch Spaß, die fertigen Gläser im Regal zu sehen und später beim Frühstück zu öffnen.

 

Welche Früchte eignen sich?

 

Fast jede Frucht lässt sich zu einem leckeren Fruchtaufstrich verarbeiten. Besonders beliebt sind Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren oder Aprikosen. Aber auch Pflaumen, Birnen oder Äpfel ergeben tolle Kombinationen. Wichtig ist vor allem, dass die Früchte möglichst reif und aromatisch sind. Überreif sollten sie allerdings nicht sein, denn matschige oder angeschlagene Stellen können den Geschmack beeinträchtigen. Falls gerade keine Saison ist, musst du trotzdem nicht verzichten. Tiefgekühlte Früchte sind oft eine richtig gute Alternative, weil sie direkt nach der Ernte eingefroren werden. Das merkt man später kaum. Und manchmal gelingen damit sogar besonders gleichmäßige Ergebnisse.

 

Die richtige Süße

 

Wie süß dein Fruchtaufstrich werden soll, entscheidest du selbst. Viele greifen ganz klassisch zu Gelierzucker, weil er das Einkochen einfach macht und für eine zuverlässige Konsistenz sorgt. Es spricht aber auch nichts dagegen, mit normalem Zucker zu arbeiten und zusätzlich Pektin zu verwenden. Wer etwas Neues ausprobieren möchte, kann Honig oder Apfelsaftkonzentrat einsetzen. Dabei verändert sich allerdings nicht nur die Süße, sondern auch der Geschmack. Das sollte man im Hinterkopf behalten. Ein kleiner Tipp noch. Lieber erst etwas sparsamer süßen und später nachjustieren. Zu süß lässt sich nämlich kaum noch retten.

 

Sehenswert: Kennen Sie bereits den schönen Bericht aus dem ARD-Morgenmagazin über unsere Seniorchefs?

Wie gelingt die perfekte Konsistenz?

 

Nichts ist ärgerlicher als ein Fruchtaufstrich, der vom Brot läuft oder sich kaum aus dem Glas lösen lässt. Die richtige Konsistenz hängt von mehreren Faktoren ab. Einige Früchte enthalten von Natur aus viel Pektin, andere deutlich weniger. Deshalb hilft oft Gelierzucker oder zusätzliches Pektin. Ebenso wichtig ist die Kochzeit. Zu kurz gekocht und der Aufstrich bleibt flüssig. Zu lange auf dem Herd und er wird schnell zu fest. Die Gelierprobe ist deshalb ein kleiner, aber wirklich hilfreicher Schritt. Ein Löffel auf einen kalten Teller genügt meistens schon. Dann weißt du ziemlich schnell, ob die Konsistenz passt.

 

Schritt für Schritt zum selbst gemachten Fruchtaufstrich

 

Die Zubereitung ist einfacher, als viele denken. Zuerst werden die Früchte gründlich gewaschen, bei Bedarf entsteint oder geschält und anschließend klein geschnitten. Danach kommen sie zusammen mit dem Zucker oder Gelierzucker in einen Topf. Während des Erhitzens sollte die Masse regelmäßig umgerührt werden, damit nichts am Boden ansetzt. Sobald alles sprudelnd kocht, beginnt die eigentliche Kochzeit. Die richtet sich nach dem verwendeten Geliermittel. Anschließend lohnt sich eine kurze Gelierprobe auf einem kalten Teller. Passt die Konsistenz, wird der heiße Fruchtaufstrich direkt in saubere Gläser gefüllt und sofort gut verschlossen. Mehr braucht es im Grunde gar nicht.

 

 

Fruchtaufstrich haltbar machen und richtig lagern

 

Damit du möglichst lange Freude an deinem selbst gemachten Fruchtaufstrich hast, spielt sauberes Arbeiten eine wichtige Rolle. Die Gläser und Deckel sollten vor dem Abfüllen gründlich gereinigt und am besten sterilisiert werden. So haben Keime kaum eine Chance. Der heiße Fruchtaufstrich wird direkt bis kurz unter den Rand eingefüllt und das Glas anschließend sofort verschlossen. Nach dem Abkühlen bewahrst du die Gläser am besten kühl, trocken und möglichst dunkel auf. Ein Keller oder eine Speisekammer sind dafür ideal. Geöffnete Gläser gehören dagegen in den Kühlschrank und sollten innerhalb weniger Wochen verbraucht werden. Ein sauberer Löffel hilft übrigens ebenfalls dabei, die Haltbarkeit zu verlängern.

 

Fruchtaufstrich, fast wie selbst gemacht

 

Wenn Sie nun einen quasi selbst gemachten Fruchtaufstrich auf dem Frühstückstisch sehen möchten, aber nicht wirklich die Zeit haben, selbst daran zu arbeiten, dann können wir die Fruchtaufstriche der Dorfbäckerei Ackermann empfehlen. So wie das Brot der Traditionsbäckerei nach alten Rezepten gebacken wird, so blicken auch die Angebote für Fruchtaufstrich auf lange Traditionen zurück. Neben dem klassischen Erdbeer-Fruchtaufstrich gibt es auch den Erdbeer-Rhabarber Aufstrich und den Mirabelle-Fruchtaufstrich. Schauen Sie sich die komplette Auswahl einmal an.

 

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