Brot aus der Eifel

Eifel Brot

Was kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie an Nordrhein-Westfalen denken? Vermutlich Großstädte, Straßenbahnen die Erinnerung an die großen Tage des Bergbaus. Aber denken Sie auch an Naturlandschaften, Talsperren und Berge? Neben den Ballungsgebieten zwischen Rhein und Ruhr gibt es in Nordrhein-Westfalen Grün in allen Facetten. Vor allem im Sauerland und im Bergischen Land. Und natürlich auch in der Eifel.

 

In der Eifel steht ein Eifelturm

 

Jetzt werden sie den Kopf schütteln. Der Eiffelturm steht in Paris und nicht in der Eifel. Auch wenn es eine gewisse Verwandtschaft des Namens geben sollte. Falsch: Auch die Eifel hat einen Eifelturm. Und zwar in der Gemeinde Boos im Landkreis Mayen-Koblenz. Und wenn Sie jetzt denken, der eine Turm hat mit dem anderen nichts zu tun, dann irren Sie sich schon wieder. Die Vorfahren von Gustave Eiffel (also dem Erbauer des Pariser Turms) stammen tatsächlich aus Marmagen, einem Ort aus der Eifel. Im Gegensatz zum Bauwerk in Paris können Sie den Eifelturm aus Nordrhein-Westfalen derzeit nicht besteigen. Der Holzturm gilt als akut einsturzgefährdet.

 

Die Berge der Eifel

 

Die hohen Berge der Eifel haben sich durch Vulkane gebildet. Das gilt sowohl für die Berge der Vulkaneifel, wie auch für die Berge der Hocheifel. Es gibt allerdings einen zeitlichen Unterschied dieser Erhebungen. Die Hügel der Vulkaneifel sind bis zu 700.000 Jahre alt, die Berge der Hocheifel haben ein Alter von bis zu 45 Millionen Jahren. Und tatsächlich liegt der höchste Berg der Eifel auch in der Hocheifel: Die Hohe Acht mit knapp 747 Metern. Der höchste Berg der Vulkaneifel ist der Ernstberg mit gut 700 Metern. Die Berge der „Schneifel“, also der Schnee-Eifel, sind allerdings keine Vulkane, sondern ein „Rumpfgebirge“. Gut 400 Millionen Jahre alt. Der höchste Berg von Nordrhein-Westfalen steht übrigens nicht in der Eifel, sondern im Sauerland: Das ist der Langenberg bei Olsberg mit einer Höhe von 843 Metern.

Die Talsperren der Eifel

 

Die größte Talsperre in der Eifel ist die Rurtalsperre (nicht zu verwechseln mit der Ruhr, die in Winterberg entspringt und im Ruhrgebiet in den Rhein mündet). Der Rursee hat ein Fassungsvermögen von gut 203 Millionen Kubikmetern Wasser. Der Obersee ist ein Trinkwasserspeicher, die unteren Regionen des Sees werden als Naherholungsgebiet mit Personenschifffahrt und Badestränden genutzt. Die älteste Talsperre der Eifel stammt aus dem Jahr 1905. Der Urftsee hat eine 58 Meter hohe Staumauer aus Bruchstein und ein Fassungsvermögen von gut 48 Millionen Kubikmetern. Direkt an der Belgischen Grenze liegt die Perlenbachtalsperre.

 

Alles andere als ein Industriegebiet

 

Große Städte und Industriegebiete werden Sie in der Eifel vermutlich nicht vermissen. Das ist perfekt, falls Sie die Natur lieben. Nur in Pellenz im Neuwieder Becken werden Sie ein industrielles Ballungsgebiet finden. Ansonsten gibt es Weinbau an Rhein und Mosel und in der Wittlicher Senke wird Tabak angepflanzt. Es gibt allerdings noch Bergbau in der Eifel. So wird in Ralingen an der Sauer Gibs abgebaut. Zwischen Daun, Hillesheim und Gerolstein finden Sie aktive Gruben, in denen Bims und Basalt gewonnen wird. Die Wirtschaft der Eifel wird heute aber zunehmend durch den Tourismus geprägt.

 

Sehenswert: Kennen Sie bereits den schönen Bericht aus dem ARD-Morgenmagazin über unsere Seniorchefs?

Die Brotspezialitäten der Eifel

 

Auch Brotspezialitäten gibt es in der Eifel. Das Eifeler Landbrot aus Bad-Münstereifel ist ein Roggenmischbrot mit einem hohen Anteil an Sauerteig. Es hat eine dunkle und sehr kräftige Kruste und ist im Inneren besonders saftig. Der Geschmack ist leicht säuerlich und malzig. Das Eifeler Schwarzbrot besteht aus Roggenschrot, Natursauerteig und Salz. Der Teig für dieses Schwarzbrot ruht sehr lang, meistens in schweren Riesenlaiben.

 

Kuchen aus der Eifel

 

Die Torte nennt sich im Platt der Region „Taat“. Und so trägt auch die traditionelle ländliche Grießmehltorte den Namen „Wisse Taat“. Eine echte Spezialität der Region. Im Kontrast dazu gibt es auch die „Schwatze Taat“, ein herzhafter und dunkler Blechkuchen mit einer dicken Schicht aus Birnen- oder Pflaumenmus.

 

Et Backes

 

Mit etwas Glück finden Sie in der Eifel noch ein Familienunternehmen, das traditionell backt. Die dörflichen Backhäuser tragen den Namen „Et Backes“. Diese Backstuben werden zu Volksfesten oder an bestimmten Wochenenden wieder in Betrieb genommen. Das traditionell gebackene Steinofenbrot wird meistens noch warm aus dem Fenster des Backhauses verkauft. Aber auch in der Eifel wird immer häufiger industriell gefertigte Ware angeboten. Die großen Ketten der Supermärkte und Discounter sind in der Eifel weit verbreitet, so wie in jeder anderen Region Deutschlands auch.

 

 

Wenn das Handwerksbrot zu Ihnen kommt…

 

Sie besuchen nun die Eifel (vielleicht als Tourist) und Sie möchten wirklich gutes Brot essen. Also traditionell gebacken nach echter Handwerkskunst. Wie schon beschrieben gibt es Familienbetriebe, die das können, aber ganz so klein ist die Eifel nun auch wieder nicht. Womöglich müssen Sie etwas länger mit dem Auto fahren, bis Sie die gewünschte Dorfbäckerei finden. Und der Festtag, an dem die alte Backstube im Dorf in Betrieb genommen wird? Das wäre ein Zufallstreffer. Aber es gibt noch eine weitere Lösung: Lassen Sie das gute Brot zu Ihnen in die Eifel kommen. Die Dorfbäckerei Ackermann aus dem Saarland (keine 200 Kilometer von der Eifel entfernt) liefet das nach Familienrezepten gebackene Brot bundesweit.

 

Was wird geliefert?

 

Nicht jede Sahnetorte kommt in den Transporter des Lieferservices. Aber frische Brötchen für das Frühstück (als Aufbackbrötchen) oder ein französisches Baguette für den Grillabend schlagen sich recht gut auf dem Versandweg. Oder wie wäre es mit einem leckeren Emmerbrot, gebacken aus dem Urgetreide? Oder mit dem großen Oskar, benannt nach dem Gründer der Bäckerei. Zwei Kilo schwer, gebacken aus Dinkel und Roggen, aber ohne Körner. Und Kuchen? Bitte sehr: Hier finden Sie einen leckeren Rosinenkranz oder einen Marmorkuchen.

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