Wir wollen keine Lebensmittel verschwenden. So viel ist klar. Aber wir wollen auch keine Lebensmittel konsumieren, die für uns schädlich sind. Irgendwo dazwischen steht unser Brotkasten. Frisches Brot schmeckt am besten, aber nach ein paar Tagen ist das Brot auch noch genießbar. Aber irgendwann wird das Brot zum Problemfall. Gut, wenn Sie dann die Erkennungszeichen kennen, die Ihnen sagen: „Dieses Brot ist noch frisch“.
Warum hat Brot kein Mindesthaltbarkeitsdatum?
Wenn Sie frisches Brot von der Bäckerei oder dem Backshop kaufen, dann suchen Sie auf der Verpackung vergeblich nach einem Mindesthaltbarkeitsdatum. Wie sollte das auch auf die Verpackung kommen, das Brot wurde ja gerade erst in die Tüte gesteckt. Schade, denn bei aller Ungenauigkeit, die dieser Aufdruck bei anderen Lebensmitteln bietet, es ist doch ein ungefährer Orientierungspunkt. Die gesetzliche Regelung sagt: Wenn Lebensmittel als „lose Ware“ verkauft werden, zum Beispiel also ohne Plastikverpackung, dann brauchen sie kein Mindesthaltbarkeitsdatum. Brot ist sowieso für den Verzehr innerhalb von wenigen Tagen bestimmt, das ist dann eben ganz anders geregelt als etwa eine Tüte mit Nudeln, die auch nach Monaten noch frisch ist.
Brot mit Mindesthaltbarkeitsdatum
Das klingt jetzt wie ein Widerspruch zum vorigen Kapitel. Ja, es gibt auch Brot mit Mindesthaltbarkeitsdatum. Das in Plastikfolie abgepackte Brot aus dem Supermarkt oder aus dem Discounter. Industriebrot pur eben. Dieses Brot ist meist voller Konservierungsstoffe und Schutzgase und daher auch viel länger haltbar als frisches Brot. Und das merken Sie auch am Geschmack. Gewiss nicht im positiven Sinne. Es schmeckt eben… wie Industrieware. Wenn Sie sich hingegen für handwerklich gebackenes Brot interessieren, dann sind Sie hier (bei der Dorfbäckerei Ackermann) schon richtig. In unserem Onlineshop finden Sie leckeres Emmerbrot oder auch das Dinkel-Karottenbrot.
Der Eiertest
Jetzt kommen wir ein bisschen vom Thema ab. Bei Eiern ist es ganz einfach festzustellen, ob sie noch genießbar sind oder nicht. Und dies, obwohl die meisten Eier, die wir verspeisen, sogar ein Mindesthaltbarkeitsdatum haben. Sie legen ein Ei in ein Glas Wasser und beobachten, wo es schwimmt. Bleibt es flach am Grund des Glases liegen, dann ist alles bestens. Schwimmt das Ei oben auf der Wasseroberfläche, dann bleibt nur noch der Biomüll. Beim Brot ist es nicht ganz so einfach, hier gibt es gleich mehrere Erkennungszeichen, die Ihnen signalisieren, ob es nun frisch ist oder nicht. Und nun habe ich Sie genug auf die Folter gespannt. Hier kommen die 5 wichtigsten Erkennungszeichen, ob das Brot noch frisch ist.
Erkennungszeichen 1: Die Kruste verrät oft den ersten Eindruck
Schauen Sie sich zuerst die Kruste an. Bei einem frischen Brot ist sie meist angenehm knusprig und trocken. Genau das sorgt schließlich auch für den typischen Biss. Mit der Zeit verliert die Kruste jedoch an Spannung. Sie wird weicher oder fühlt sich etwas zäh an. Das ist zwar völlig normal, zeigt aber, dass das Brot nicht mehr ganz frisch ist. Natürlich gibt es Ausnahmen. Manche Brotsorten, etwa Milchbrot oder Toastbrot, haben von Anfang an eine weiche Kruste. Hier lohnt sich deshalb immer auch ein Blick auf die anderen Merkmale.
Erkennungszeichen 2: Drücken Sie die Krume leicht ein
Ein kleiner Drucktest sagt oft mehr als man denkt. Drücken Sie das Brot mit einem Finger vorsichtig ein. Gibt die Krume nach und geht anschließend wieder in ihre ursprüngliche Form zurück, ist das ein gutes Zeichen. So sollte frisches Brot aussehen. Bleibt die Delle bestehen oder wirkt das Innere trocken und bröselig, dann ist das Brot wahrscheinlich schon etwas älter. Essbar kann es trotzdem noch sein. Nur eben nicht mehr so saftig wie am ersten Tag.
Sehenswert: Kennen Sie bereits den schönen Bericht aus dem ARD-Morgenmagazin über unsere Seniorchefs?
Erkennungszeichen 3: Vertrauen Sie Ihrer Nase
Kaum etwas riecht so gut wie frisch gebackenes Brot. Je nach Sorte nehmen Sie einen angenehmen Duft nach Getreide, Hefe oder Sauerteig wahr. Dieses Aroma lässt allerdings mit der Zeit nach. Riecht das Brot dagegen muffig, unangenehm oder sogar schimmelig, sollten Sie vorsichtig sein. Dann ist es besser, nicht mehr davon zu essen. Unsere Nase ist in solchen Fällen oft ein ziemlich zuverlässiger Helfer.
Erkennungszeichen 4: Auch der Geschmack verändert sich
Manchmal sieht Brot noch völlig in Ordnung aus, schmeckt aber längst nicht mehr wie gewohnt. Frisches Brot hat ein kräftiges Aroma und wirkt angenehm saftig. Wird es älter, schmeckt es häufig etwas trocken oder einfach langweilig. Irgendwie fehlt dann das gewisse Etwas. Falls Ihnen der Geschmack ungewöhnlich vorkommt oder das Brot einen unangenehmen Beigeschmack entwickelt hat, verzichten Sie lieber darauf. Im Zweifel gilt auch hier: lieber einmal zu viel aussortieren als einmal zu wenig.
Erkennungszeichen 5: Werfen Sie immer einen genauen Blick auf das Brot
Zum Schluss lohnt sich noch eine gründliche Sichtprüfung. Entdecken Sie grüne, weiße, blaue oder schwarze Flecken, handelt es sich sehr wahrscheinlich um Schimmel. In diesem Fall gehört das gesamte Brot in den Müll. Auch wenn nur eine kleine Stelle betroffen ist, können sich die Schimmelpilze bereits unsichtbar im Inneren ausgebreitet haben. Achten Sie außerdem auf ungewöhnlich feuchte oder schleimige Stellen. Solche Veränderungen sind ebenfalls ein Hinweis darauf, dass das Brot nicht mehr gegessen werden sollte.
„Altbacken“ bedeutet nicht „verdorben“
Nicht jedes harte Brot ist automatisch schlecht. Oft ist es einfach nur altbacken. Dann können Sie es noch wunderbar toasten oder zu Croutons, Semmelbröseln oder Brotauflauf verarbeiten. Anders sieht es bei Schimmel oder einem unangenehmen Geruch aus. Dann sollten Sie kein Risiko eingehen und das Brot entsorgen. Im Alltag reicht meist eine einfache Kombination aus Hinsehen, Riechen und Fühlen. Und ehrlich gesagt funktioniert das oft besser als jedes aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum.
Weitere Tipps
Hier können Sie sich informieren, wie Sie Brötchen vom Vortag auffrischen. In folgendem Artikel geht es darum, wie Sie Backwaren generell frischalten. Und wenn Sie sich die Frage stellen, wie lange frische Brötchen haltbar sind, dann lesen Sie hier weiter.
















