Regionale Backwaren und ihre Besonderheiten – 5 Spezialitäten aus Deutschland

Regionale Backwaren

Bestimmte Fastfood Angebote bekommen wir fast auf der ganzen Welt. Ja, die Globalisierung macht vieles leichter, auch in kulinarischer Hinsicht. Ob wir uns in Asien befinden oder in Südamerika, bestimmte Hamburger schmecken überall gleich. Und ein bestimmtes Süßgetränkt mit Koffein und Kohlensäure ist auch praktisch überall zu haben. Und doch kann es interessant sein, die lokalen Spezialitäten eines Landes zu testen. Das kann zunächst einmal eine Herausforderung für unseren Gaumen sein, aber Herausforderungen enden meistens damit, dass wir hinterher unseren Horizont erweitert haben. Und nein, nicht der Döner im Brot, den es in der Innenstadt an jeder Ecke zu kaufen gibt ist eine exotische Speise, auch wenn er womöglich griechischem oder türkischem Ursprungs zuzuordnen ist (was streng genommen auch nicht ganz richtig ist) und wer sich einen Teller voller Spaghetti oder eine Pizza gönnt, kann wohl kaum behaupten, exotische italienische Küche zu verspeisen. Weniger bekannt ist womöglich der Hackfleischauflauf Bobotie aus Südafrika oder die Kaninchenkeule aus Tunesien. Auch innerhalb der deutschen Grenzen gibt es lokale Spezialitäten, die interessant sein können. Das gilt natürlich auch für regionale Backwaren.

Backwaren und ihre unterschiedlichen Namen

Es gibt Backwaren, die an verschiedenen Orten unterschiedlich gebacken werden und solche, die generell nur lokal bekannt sind. Und dann gibt es auch solche, die fast überall gleich schmecken, aber dennoch unterschiedliche Namen tragen. So etwa die marmeladehaltige Süßspeise, die wir an vielen Orten in Deutschland als „Berliner“ kennen. In Berlin selbst ist das dann allerdings ein Pfannkuchen. In manchen Regionen Hessens wird der Berliner als „Kräppel“ bezeichnet, im Schwabenland als „Küchli“. Die Salzburger sagen „Bachenemais“ dazu und in anderen Ortschaften Österreichs ist das dann ein „Krapfen“. Selbst das gemeine Brötchen kennt unterschiedliche Namen. In Thüringen, in Sachsen und in Bayern sind das „Semmeln“, in Baden-Württemberg und in der Schweiz sind die Brötchen auch als „Wecken“ oder „Weckli“ bekannt. Im hohen Norden von Deutschland sagen wir auch „Rundstück“ dazu. Die Bremer kennen auch den Begriff „Krosse“ und in Unterfranken ist das ein „Kipf“.

 

Regionale Backwaren – Gibt es das typisch deutsche Gebäck?

 

Bei manchen regionalen Backwaren ist es gar nicht so schwer, diese einem bestimmten Land zu verorten. So werden die Macrons und die Baguettes ganz klar Frankreich zugeschrieben, die Pizza kommt aus Italien und die Zimtschnecken aus Schweden. Wenn wir an Sękacz denken, dann kommt uns Polen in den Sinn. Doch was sind eigentlich typische deutsche Nationalgebäcke? Gut, die Schwarzwälder Kirschtorte kommt wohl aus dem Südwesten von Deutschland, das lässt sich schon vom Namen ableiten. Genau genommen wird der Ursprung dieses rot-weiße-schwarze Torte der Ortschaft Radolfzell am Bodensee zugewiesen, die durchaus einige Kilometer südlich vom Schwarzwald liegt. Das Originalrezept der Schwarzwälder Kirschtorte sieht einen Mürbeteigboden, Sahne und Kirschwasser vor. Die Leckerei wird angereichert mit Schwarzwaldkirschen, Biskuits und Kirschwasser und dekoriert mit Schokoladenspänen.

 

Regionale Backwaren aus Hessen: Der Frankfurter Kranz

 

Als königliches Gebäck wurde der Frankfurter Kranz erfunden. Das ist eine Buttercremetorte, die aus übereinander gestülpten Wieder-, Sand- oder Biskuitböden besteht. Die Backware erinnert an eine Krone und die zur Verzierung eingesetzten Kirschen an die Kronjuwelen. Das Originalrezept aus dem 18. Jahrhundert ist im Verlauf der Geschichte leider verloren gegangen und so gibt es heute viele Varianten des Frankfurter Kranzes, die den Anspruch erheben, der „wahre“ Frankfurter Kranz zu sein. Eine moderne Variante dieser regionalen Backwaren sind die „Frankfurter Kranz Schnitten“, die als großes Viereck aufgebacken werden.

 

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Sind Brezeln noch regionale Backwaren?

 

Es gibt auch regionale Backwaren, die mittlerweile in ganz Deutschland bekannt sind. So etwa die bayerische Brezel, bzw. die „Brezen“, wenn wir die südliche Schreibweise beachten möchten. Es gibt unterschiedliche Erzählungen über die Entstehung der Brezel. Tatsächlich gab es Laugenbrote schon lange vor den Brezen. Eine Legende besagt, die Form der Brezel sei einem betenden Mönch nachempfunden, andere sehen in dem Backwerk ein Kind mit verschlungenen Armen. Es wird auch die Geschichte erzählt, dass ein Bäcker einst bei einem König in der Schuld stand. Der König stellte ihm die Aufgabe, einen Kuchen zu backen, durch den die Sonne dreimal scheinen konnte. Würde dem Bäcker dies nicht gelingen, sollte er mit dem Tode damit bezahlen. Das Ergebnis der Bemühungen des Bäckers war dann die Brezel, wie wir sie heute kennen: Weizenmehl, Backhefe, Malz und Salz sind die wesentlichen Zutaten der „Brezen“.

 

Süße Brezeln aus dem Saarland

 

Mit der Laugenbrezel aus Bayern hat die süße Brezel aus dem Saarland eigentlich nur die Form gemein. Die süße Brezel (auch Martinsbrezeln oder Zuckerbrezel genannt) wurde ursprünglich nur zum St. Martinstag am 11. November auf dem Speiseplan. Doch die Leckerei erfreut die Saarländer so sehr, dass sie mittlerweile in vielen Bäckereien das ganze Jahr über verfügbar ist. Die süße Brezel wird aus einem süßen Hefeteig gebacken und dann in ihre typische Form gebracht. Die Martinsbrezel wird nicht in die Salzlauge getaucht. Stattdessen wird sie mit Butter bestrichen und mit Hagelzucker bestreut. Eine Spezialität aus dem Saarland ist auch das Oskar Brot. Sie interessieren sich für Aufbackbrötchen Dinkel aus dem Saarland? Schauen Sie im Landbäckerei Online Shop nach.

 

Das Apfelriemchen aus Rheinland-Pfalz

 

Das Apfelriemchen wird mit Apfelmus gebacken und unterscheidet sich somit ein wenig vom klassischen Apfelkuchen. Das Apfelriemchen wird mit einem Teiggitter abgedeckt und im Verhältnis 1:1 (Teig zu Apfelmus) gebacken. Dadurch entsteht ein einzigartiges Äußeres. Vermutlich wurden sowohl Apfelkuchen, wie auch Apfelriemchen im Rheinland erfunden.

 

Die sächsische Eierschecke

 

Die Sachsen wissen, was gut schmeckt. Das beweist die sächsische Eierschecke. Diese besteht aus drei Schichten („Schecken“): Dem Hefeboden, der Quark-Vanille Füllung und der schaumig geschlagenen Eiweißschicht. Es gibt recht viele unterschiedliche Rezepte für die Eierschecke, die in früheren Tagen von Generation zu Generation weiter gegeben wurden.

 

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Themen dieses Beitrages: Wecken / Weckli / Rundstück / regionale Backwaren / Apfelriemchen / Brezeln / Eierschecke / Brezen / Berliner / Krapfen / Pfannkuchen / Oskarbrot / Brötchen

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